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  • Marc Melich-Mautner

Russische Ikonen zur Taufe

Aktualisiert: 27. Dez. 2021

In Russland wurden die Kinder möglichst schnell getauft. Dabei bekam jedes Kind ein Kreuz um den Hals, dass es dann als Christen auswies und Böses von ihm abwehren sollte. Das russische Wort „krestnik“ für Täufling leitet sich von krest (Kreuz) ab und nicht wie im Deutschen von Tauchen (Taufen). Das Kreuzchen schenkte der Taufvater oder die Taufmutter, die in Russland dem Paten oder der Patin entsprechen. Der Taufvater ist in der russischen Kirche von größerer Bedeutung als bei uns der Pate. Er vertritt bei der Taufe den leiblichen Vater. In der katholischen Kirche wird auch heute noch die „Reinigung der seligen Jungfrau Maria“ (Lichtmess) 40 Tage nach Christi Geburt gefeiert.

Der Täufling trug das Kreuzchen dann bis zu seinem Tode. Das Kreuz war von besonderer Wichtigkeit, weil der Gläubige ohne Kreuzchen Gefahr lief, kein christliches Begräbnis zu bekommen, falls er in der Fremde starb. der Täufling bekommt neben dem Kreuz vom Taufpaten oft eine Ikone mit dem Heiligen geschenkt, der seinem Namen entsprach, wie etwa die Ikone des Heiligen Nikolaus. Die Ikone vom Taufvater oder von der Taufmutter musste aber nicht unbedingt den Namenspatron des Täuflings zeigen. Die Ikone konnte auch nach der Taufe geschenkt werden, wie aus der Ikone Gottesmutter von Kasan ersichtlich wird: Die kleine Anna bekam diese Ikone erst ein Jahr nach ihrer Geburt.

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An die Frage der Datierung und der Stilanalyse schließt sich auch oft die Frage an, ob es sich tun eine echte oder gefälschte Ikone handelt. Von einer Fälschung muss bei Ikonen dann gesprochen werden,